"Oft übersehen wir das Einfache - weil es uns als Lösung nicht kompliziert genug erscheint."

  • WIE KAMST DU ZU DEINEM THEMA?

    Es begann schon recht früh. Mit ungefähr neun Jähren las ich das erste Mal ausgewählte Texte von Buddha, Laotse und Konfuzius. Mich faszinierte die Einfachheit, mit der diese Menschen vermeintlich komplizierte Sachverhalte erklären konnten. Das auf den Punkt bringen beeindruckte mich. Sicher, mit neun Jahren dachte ich noch nicht so weit wie heute und verstand auch die Zusammenhänge nicht. Aber auf einer anderen Ebene spürte ich, dass diese Menschen etwas sehr Wichtiges verstanden haben mussten, um etwas so Komplexes wie das Leben, einfach erklären zu können. Von da an blieb ich am Ball.

     

  • WIE WICHTIG IST DIR DIE PRAXIS?

    Sehr wichtig. Praxis ist der eigentliche Garant für Erfolg. Meine erste praktische Übung führte ich eigenständig mit 12 Jahren durch. Ich folgte einer Anleitung aus einem Buch. Die Übung, die ich damals durchführte, wird Zazen genannt und ist eine traditionelle (und sehr nüchterne) Konzentrationsstechnik aus dem Zen-Buddhismus. Es ging dabei darum, dass (automatische) Denken kontrollieren zu lernen. Dadurch bemerkte ich erstmals wie eigenaktiv und ungeschult mein Verstand noch war. Ich stellte mich damals dann der Herausforderung „im Kopf“ für Ruhe sorgen zu wollen. Es machte mir Spaß mich regelmäßig hinzusetzen und meine Erfolge zu verbessern (Das Denken für immer längere Zeit auf eine Aufgabe zu konzentrieren). Ich ging viele Jahre davon aus, dass es sich bei dieser Tätigkeit um eine Meditation gehandelt hatte. In Wahrheit war es aber, wie erwähnt, eine Konzentrationsübung. Durch die intensive Beschäftigung mit dieser Übung, verbesserte sich vieles in meinem Leben als Kind. Die bessere Konzentrationsfähigkeit wirkte sich sehr positiv auf meine Schulnoten und meine Erfolge im Sport aus. Angespornt durch den praktischen Nutzen, machte ich dann regelmäßig weiter.

  • GING ES DIR ALLEIN UM KONZENTRATION?

    Nein. Konzentration war nur der Anfang. Um im Leben bestehen zu können bedarf es noch etwas mehr. Hilfreiche Charaktereigenschaften haben erschaffen und kultiviert zu werden. Einige erhält man, mit etwas Glück, von Haus aus bereits. Andere kann man sich selbst aneignen: Mit 6 Jahren begann ich Judo zu lernen. Neben den Körperübungen formte sich dadurch auch meinen Charakter. Mein damaliger Lehrer legte sehr viel Wert auf Disziplin und ein respektvolles Miteinander. Er verkörperte ebenfalls Willenskraft, Konzentration, Teamgeist und, was wohl am wichtigsten war: eine gesunde Portion Humor und Herzlichkeit. Er ließ sich von uns Jungs jedoch niemals die "Butter vom Brot" nehmen. Wir hatten allesamt Respekt vor diesem Menschen, der seine Autorität nicht durch Lautstärke erkämpfen oder durch Strafen beweisen musste, sondern sie einfach von innen heraus ausstrahlte. Für mich als Kind war dies faszinierend und motivierend zugleich. Und so wurde der Kampfsport und später dann die Kampfkunst, mein Übungsraum für die weitere innere Entwicklung. Nach einigen Jahren des regelmäßigen Trainings absolvierte ich einige Wettkämpfe und übernahm bereits kleine Teile des Unterrichts. Mit 16 wechselte ich dann zur Selbstverteidigung. Mit 19 fand ich das Wing-Tsun Kung-Fu und begegnete meinem jetzigen Lehrer. Das Training verfolgte ich 10 Jahre lang sehr intensiv - inklusive Ausbildertätigkeit für Erwachsene, Jugendliche und Kinder. Ebenfalls führte ich Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungskurse für Schulkinder durch.

     

     

  • WAS UND WER HAT DICH INSPIRIERT?

    Inspiriert hat mich vieles. Ich bin von Natur aus neugierig und schreite immer weiter voran. Verfeinerung und Vertiefung geht immer. Praktische Inspiration erhielt sich von Menschen die bereits gewisse Bereiche in ihrem Leben verwirklicht hatten. Was auch immer es war, sobald ein Mensch innerlich und äußerlich "aus EINEM Guss" erschien und ich das spürte, zog ich mir meinen Teil heraus. Solche Kontakte geschahen oft und immer auf ungeplanten Wegen. Andere Quellen waren natürlich Bücher und Videos. Ich achte jedoch darauf, dass ich Theorie nicht mit gelebten Wissen verwechsle. Denn "nur" weil ich etwas geistig verstanden habe (oder es glaube), lebe ich es nicht auch unbedingt auch. Ich schaue daher lieber auf das was ich und andere Menschen bereits integriert haben - akzeptiere jedoch auch den Weg dorthin - der natürlich über das geistige Verstehen geht. Inspiriert wurde ich (Auswahl) von folgenden Menschen und ihrem Wirken:

    • Buddha
    • Bodhidharma
    • Helena Blavatsky
    • Stephen K. Hayes
    • Masaaki Hatsumi
    • Bruce Lee
    • Yip Man
    • Osho
    • Georges I. Gurdjieff
    • Dschalāl ad-Dīn ar-Rūmī
    • Bhai Sahib
    • Irina Tweedie
    • Llewellyn Vaughan-Lee
    • Nisargadatta Maharaj
    • Ramana Maharshi
    • Harivansh Lal Poonja
    • Jean Houston
    • meine Frau
    • meine Kinder
    • das Leben selbst

    Mir persönlich ist es wichtig, nicht bloß die Worte und Ideen des Menschen zu betrachten, sondern stets auch auf den Menschen selbst zu blicken. Ich suchte daher jedes Mal nach dem gemeinsamen Nenner aller Menschen deren Worte ich las und die mich auf meinem Weg zu mir selbst inspirierten und motivierten.

     

  • WAS IST DIR WICHTIG?

    Mir ist es wichtig echt zu sein. Kein "so tun als ob". Mir wäre nicht wohl dabei, nach aussen hin, etwas zu simulieren, was ich dann privat gar nicht bin und nicht lebe. Authentizität ist mir daher sehr wichtig. Ich achte penibel darauf, dass ich das, wovon ich rede und was ich in mein Coaching und in meine Kurse einfließen lasse, wirklich bin. Es zu sein bedeutet, es integriert zu haben. Das hat viel mit Ehrlichkeit zu tun. Doch auch wenn ich von mir aus darauf achte, so kann auch mir mal etwas entgehen. In diesem Fall kann ich mir sehr sicher sein, dass es meiner Frau auffällt und sie sich in keinster Weise scheut, mich direkt darauf hinzuweisen. Kurz gesagt: Wir alle brauchen Menschen, die uns auf das hinweisen, was wir selbst (noch) nicht sehen können. Mir persönlich sind Menschen am liebsten, die ihr bestes geben, sich aber gleichzeitig gestatten, ein stetig Lernender zu bleiben.

    Folgendes ist mir wichtig:

    • Ehrlichkeit (beginnt bei einem selbst und ist anfangs nicht immer angenehm)
    • Authentizität (welche immer dann erscheint, wenn man zu sich steht - im Guten, wie im Schlechten)
    • Freundlichkeit (tritt anderen Menschen so entgegen wie du selbst gern empfangen werden möchtest)
    • Höflichkeit (stets vom Guten ausgehen - sich aber nicht blindlinks ins Verderben stürzen)
    • Feingefühl (auch die leisen Töne hören, auch die kleinen Bewegungen wahrnehmen)
    • Tiefgang (das Kleine im Grossen und das Grosse im Kleinen sehen - die Prinzipien des Universums achten)
    • Geduld (mit sich und der Welt)
    • Demut (sich selbst und das eigene Leben als Funken in der Nacht betrachten).
    • Dankbarkeit (NICHTS für gegeben nehmen, keine Erwartungshaltung entstehen lassen, stets alles neu sehen)
    • Liebe leben (statt auf Liebe zu warten - Liebe als allumfassendes Phänomen und nicht reduziert auf Partnerschaft)
    • Vertrauen (beginnt dort wo die Angst aufhört)
  • DEINE AUSBILDUNG?

    Für alle, die auf den Werdegang eines Menschen wert legen, hier ein Paar Informationen zu meinem:

    • Meine Ausbildung umfasst mehr als 10.000 Praxisstunden
    • Mentale und körperliche Konzentrations- und Achtsamkeitsübungen
    • Da Silva Mind Control
    • Dynamic Meditation
    • Körperlicher Hemisphärenausgleich (nach Jean Houston)
    • Wing-Tsun Übungsleiter (Kinder, Jugendliche und Erwachsene)
    • MediJong (Meditationsjonglage)
    • Stille-Retreats
    • Erleuchtung, inklusive Entleuchtung ;)

    Meine persönliche Meinung zu dieser Auflistung:

    Wenn Du einen geeigneten Coach/Lehrer/Mentor suchst, verlasse Dich auf dein Bauchgefühl und nicht bloß auf Fakten. Ausbildungen und die genutzten Wege, sind nicht der Mensch, der vor Dir steht. Sie können Dir nur eine oberflächliche Orientierung bieten - aber keine Gewissheit. Schaue daher selbst genau hin, wonach Du wirklich suchst. Nimm Dein Recht in Anspruch, frei zu fragen und Dir (d)ein persönliches Bild zu machen. Halte daher nicht nur nach Fachkompetenz ausschau. Wichtiger ist die gelebte Erfahrung, die persönliche Integrität und die Ehrlichkeit des Menschen. Kannst Du demjenigen vertrauen, Dich dorthin zu führen, wo Du hingelangen willst? Frage so lange bis Du ein klares JA! fühlst ... und dann leg los. Vertraue Dir und Deiner eigenen Wahrnehmung!

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